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Samtgemeinde Mittelweser

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Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept der Samtgemeinde Mittelweser

Die Sicherung und Verbesserung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum ist weiterhin erklärtes Ziel räumlicher und technischer, wirtschaftlicher, sozio-kultureller und damit politischer Planung. Bei aller Einsicht in die erkennbaren Grenzen des ökologischen und ökonomischen Wachstums fällt es ungleich schwerer, die evolutionsgeschichtliche Triebfeder des Fortschritts nicht mehr allein am
quantitativen Wachstum zu messen, sondern an der Bewahrung vorhandener oder neu zu schaffender Nachhaltigkeit und Qualität auszurichten.


Abweichungen vom Ist-Zustand werden meist als Probleme registriert. Ein Mehr oder ein Weniger vom Status quo verlangt nach Planung und Lenkung, ebenso aber auch nach Einsicht und Unterstützung. Die schrumpfenden Einwohnerzahlen in ländlichen Regionen werden mit der Verwaltung des Mangels eher mit passiver Lähmung begegnet und selten als Chance empfunden, innovative Kräfte zu generieren, Ballast abzuwerfen und durch flexible Handlungsstrategien Synergien zu nutzen.
Die schon seit vielen Jahren erkennbar von Schrumpfungsprozessen betroffenen Gemeinden im ländlichen Raum müssen sich dabei zunehmend auf Anpassung und Konsolidierung bei gleichzeitigem Anspruch an gleichwertige Lebensverhältnisse einstellen. Hauptursache dieser Veränderungen ist der demographische Wandel, d. h. Bevölkerungsabnahme, Überalterung, geringe Geburtenhäufigkeit, Abwanderung in städtische Regionen, soziale Segregation und veränderte Lebensformen in Verbindung mit Einkommens- und Bildungsdisparitäten.


Vor allem kleinere Städte und Gemeinden im ländlich geprägten Raum können vor dem Hintergrund knapper Kassen, wachsender Aufgaben und verschärftem Wettbewerbsdruck die Infrastruktur öffentlicher Daseinsvorsorge kaum mehr aufrecht erhalten und an zeitgemäße Standards anpassen. Somit ist es erklärtes Ziel, Orte in dünn besiedelten, ländlich geprägten Räumen dahin gehend zu
fördern, dass sie für die Zukunft handlungsfähig bleiben und ihre Versorgungsfunktion dauerhaft und bedarfsgerecht sichern und stärken können.


Um den Anpassungsbedarf und die damit einhergehenden städtebaulichen Probleme zu bewältigen wird eine Bündelung der Kräfte und Ressourcen ebenso vorausgesetzt wie die gemeinsame Festlegung von Entwicklungszielen, die Kooperation bei Infrastrukturangeboten sowie die Zusammenarbeit in Netzwerken.


Mitunter verläuft die Ortsteilentwicklung nebeneinander bzw. gegenläufig. Dabei spielen die Standortfaktoren wie z.B. das Wohnungs-/Baulandangebot, die Erreichbarkeit und Arbeitsplätze eine ebenso bedeutende Rolle wie das Angebot an Betreuungs-, Bildungs- Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Bei sinkender Nachfrage wachsen die Tragfähigkeitsprobleme. Mitunter führt der Anpassungsbedarf zu gleichzeitigem Neu- oder Umbau bei zunehmendem Abriss und Leerstand. Schließungen von privaten und öffentlichen Infrastruktureinrichtungen aus Kostengründen führen zum Verlust wichtiger Bezugspunkte des gemeinschaftlichen Lebens, zu Funktions- und Attraktivitätseinbußen für das städtebauliche Umfeld, Einschränkungen für Wirtschaftsstandorte und Immobilienwerte, erschwerter Erreichbarkeit und Mobilität sowie letztlich zur Minderung an Lebensqualität.


Um eine Verschlechterung der Lebensbedingungen zu vermeiden und die Daseinsvorsorge kosteneffizient zu sichern sind die Kommunen gehalten, ihre Kräfte und Ressourcen zusammenzuführen, bereichsübergreifend und überörtlich zu organisieren und flexibel auszugestalten.


Diese Zielsetzungen finden sich in Ergänzung zu bestehenden Gesetzen und Grundsätzen der Raumordnung wieder in ‚Leitbildern und Handlungsstrategien für die Raumentwicklung in Deutschland Bund und Länder unterstützen mit dem neuen Städtebauförderungsprogramm die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Versorgungsfunktion insbesondere im ländlich geprägten Einzugsbereich. Kommunen können die Finanzhilfen zur Vorbereitung städtebaulicher Gesamtmaßnahmen und Beseitigung städtebaulicher Missstände nutzen, wenn sie kooperieren und durch gemeinsame Maßnahmen und Strategien eine Kosten sparende, bedarfsgerechte, langfristige und sozialverträgliche Daseinsvorsorge sicherstellen.


Bei der Erarbeitung integrierter Lösungen und beim Zusammenschluss überörtlicher Belange müssen notwendigerweise weitere Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten des Bundes, der Länder und Europäischen Union ebenso einbezogen werden wie Investitionen von privater Seite.

Das integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept stellt einen zukunftweisenden und fortschreibungsfähigen Beitrag zur Erfassung und Bewertung kommunaler Probleme und Folgen sowie zur Darstellung von Lösungsmöglichkeiten und Handlungsstrategien dar, wie die anstehenden Folgen demographischer Veränderungen in ländlichen Regionen aufgefangen werden können.

Ablauf des Aufstellungsverfahrens

14.02.2013 bis 14.03.2013Öffentliche Auslegung des Planentwurfs
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