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Vorlage - 03 7/2011  

Betreff: Errichtung einer Einrichtung nach § 45 SGB VIII zur Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Federführend:FB III - Bürgerdienste Bearbeiter/-in: Kasch, Astrid
Beratungsfolge:
Ausschuss für Sport-, Kultur- und Jugendfragen der Gemeinde Landesbergen
02.02.2011 
1. Sitzung 2011 (15. Sitzung VIII) Ausschuss für Sport-, Kultur- und Jugendfragen der Gemeinde Landesbergen ungeändert beschlossen     
Verwaltungsausschuss der Gemeinde Landesbergen
Rat der Gemeinde Landesbergen
23.02.2011 
1. Sitzung 2011 (20. Sitzung VIII) Rat der Gemeinde Landesbergen ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

Ausgangssituation:

Ausgangssituation:

Es liegt ein Antrag der Eltern Bartsch, Schmidt, Fahning-Schwede und Isensee auf Nachmittagbetreuung von Schulkindern (sh. VA vom 28.06.2010 TOP 10 Mitteilungen und Berichte) vor. Es erfolgte am 04.08.2010 ein Gespräch mit den o.g. Eltern, der Vorsitzenden des Ausschusses für Sport-, Kultur und Jugendfragen Frau Nuttelmann, Gemeindedirektor Herrn Busse sowie Frau Behnken (Verwaltung). Die Eltern haben in diesem Gespräch verdeutlicht, dass sie einen vergleichbaren Betreuungsbedarf hätten, wie er z.B. in Leese oder Husum angeboten wird: von 12:55 Uhr (Ende der verlässlichen Grundschule in Landesbergen) bis 15:00 Uhr (mo-do) und freitags bis 14:00 Uhr.  

 

Als Betreuungsmöglichkeit wird die Einrichtung einer sonstigen Tageseinrichtung nach § 45 SGB VIII vorgeschlagen. Somit könnte eine Betreuung für bis zu 12 Kinder von der Vollendung des 6. Lebensjahres bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres durchgeführt werden.

 

Rechtliche Voraussetzungen:

Nach § 45 SGB VIII bedarf der Träger einer Einrichtung, in der Kinder für einen Teil des Tages betreut werden, für den Betrieb der Einrichtung einer Erlaubnis. Tageseinrichtungen, in denen eine Betreuung unter 10 Stunden in der Woche erfolgt, unterliegen den Maßgaben des § 45 SGB VIII, aber nicht den Regelungen des KiTaG. Die Betrieberlaubnis unterliegt der Genehmigung des Kultusministeriums. Die Aufsichtsbehörde kann bei der Erteilung der Erlaubnis Auflagen machen, um im Interesse von Bildung, Erziehung und Betreuung eine angemessene Ausstattung sicherzustellen. Dazu gehört insbesondere ausreichendes, geeignetes Personal im Verhältnis zur Gruppengröße. In der Regel genügt bei einer Gruppe bis zu 12 Kindern, dass eine zweite Person in der Nähe erreichbar ist (Gewährleistung von Rufbereitschaft). Die Betreuung erfolgt dann als „außerschulische Betreuungsangebot“ unabhängig, wo die Betreuung durchgeführt wird.

 

Personelle Voraussetzungen:

Mit den Aufgaben der Betreuung könnte eine Person mit der Ausbildung als Kinderpfleger/in eingestellt werden. Es wird jedoch vorgeschlagen eine Person mit der Ausbildung als Sozialassistenten/in oder Erzieher/in mit der Betreuung zu beauftragen. Es wird überprüft, ob Sozialassistentinnen oder Erziehrinnen, die derzeit bei der Gemeinde beschäftigt sind, Interesse haben, die Aufgabe wahrzunehmen. Sollte dies nicht in Betracht kommen, wird bei den Kolleginnen aus den anderen Mitgliedsgemeinden nachgefragt und ansonsten kurzfristig eine Stellenausschreibung erfolgen.

 

Finanzhilfe und Personalkosten:

Eine Finanzhilfe für die Personalausgaben nach § 47 SGB VIII gibt es bei Tageseinrichtungen mit einer Betreuungszeit unter 10Stunden die Woche nicht. Die monatlichen Personalkosten werden voraussichtlich rd. 750€ betragen.

 

Elternbeiträge:

In Anlehnung an die Beiträge in Husum und Leese werden 40€/mtl. als Elternbeitrag vorgeschlagen. Über einen Geschwisterrabatt von 50% sollte eine Regelung getroffen werden. Außerdem sollte festgelegt werden, ob Platzsharing angeboten werden soll. Die Kosten für das Mittagessen sind nicht im Beitrag enthalten.

 

Folgendes Vorgehen wird vorgeschlagen:

Es werden die Eltern der Grundschulkinder Klasse 1 – 4 zum Schuljahr 2011/2012 auf eine Informationsveranstaltung eingeladen (Termin evtl. Mitte März). Im Rahmen dessen erfolgt die Vorstellung des Konzeptes (Anlage 1) einer außerschulischen Nachmittagsbetreuung vgl. mit Regelungen in Leese und Husum. Verbindliche Anmeldungen werden bis zum 31.03.2011 entgegen genommen. In Abhängigkeit des Betreuungsbedarfs (mindestens 5 Kinder, die eine Betreuung in Anspruch nehmen) wird eine außerschulische Nachmittagsbetreuung eingerichtet und entsprechendes Personal eingestellt. Die Eltern werden informiert, dass sich die Gemeinde vorbehält, dass bei weniger als 5 Kindern, die Betreuung unverzüglich aufgehoben werden kann. 

 

Weitere Bedingungen und Regelungen:

Es wird vorgeschlagen die außerschulische Nachmittagsbetreuung in den Räumen der Kindertagesstätte(KiTa) in Landesbergen durchzuführen. Die KiTa Leiterin Frau Westermann wäre damit einverstanden. In dem o.g. Gespräch mit den Eltern vom 04.08.2010 schlug Herr Busse vor, dass die Kinder von der Grundschule um 12:55 Uhr durch die Betreuungskraft abgeholt werden. Die Teilnahme am Mittagessen ist verpflichtend, die Kosten dafür sind nicht im monatlichen Beitrag enthalten, sondern von den Eltern separat zu entrichten. Die Rufbereitschaft für die außerschulische Nachmittagsbetreuung wird durch die Kolleginnen der KiTa gewährleistet. Die Betreuungszeiten richten sich nach dem Schuljahr. Dies bedeutet auch, dass eine Betreuung zu den Ferienzeiten grds. nicht erfolgen kann. Es könnte in den Ferien (je nach Bedarf z.B. Herbst-, Sommer oder Osterferien) eine Betreuungszeit von insgesamt max. drei Wochen in der Zeit von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr angeboten werden, sofern eine Mindestzahl von Kindern die Betreuung tatsächlich benötigt.

 

 

 

 

 

 

Es wird eine Tageseinrichtung für die außerschulische Nachmittagbetreuung von Grundschülern eingerichtet, sofern von mindestens 5 Kindern die Betreuung in Anspruch genommen wird

Es wird eine Tageseinrichtung für die außerschulische Nachmittagbetreuung von Grundschülern eingerichtet, sofern von mindestens 5 Kindern die Betreuung in Anspruch genommen wird. Sollte im Laufe eines Betreuungsjahres 01.08. eines Jahres bis 31.07. des Folgejahres die Kinderzahl unter 5 Kinder mit Betreuungsanspruch sinken, so behält sich die Gemeinde vor, die Betreuungsform kurzfristig aufzulösen. Es wird ein/e Sozialassistent/in oder Erzieher/in mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von  11Stunden für die Zeit der Betreuung eingestellt. Die monatliche Betreuungsgebühr pro Kind beträgt 40€. Geschwisterrabatt von 50% wird/nicht gewährt. Das als Anlage 1 beigefügte Konzept wird für die Betreuung als verbindlich erklärt.