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Auszug - Nutzungsverordnung für die Sport- und Turnhallen der Samtgemeinde Mittelweser  

Sitzung des Sport-, Jugend- und Seniorenausschusses der Samtgemeinde Mittelweser
TOP: Ö 6
Gremium: Sport-, Jugend- und Seniorenausschuss der Samtgemeinde Mittelweser Beschlussart: zurückgestellt
Datum: Mi, 28.04.2021 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 19:50 Anlass: Sitzung
Raum: Grundschule Regenbogenschule Stolzenau
Ort: Hinterm Damme 5, 31592 Stolzenau
BV/2021/017 (10) Nutzungsverordnung für die Sport- und Turnhallen der Samtgemeinde Mittelweser
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Federführend:FD II.2 - Soziales, Kitas, Schulen, Kultur und Asyl Bearbeiter/-in: Guse, Anne-Kathrin
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Ausschussvorsitzender Rh Dralle erläutert kurz den Sachverhalt und gibt das Wort an die Ausschussmitglieder zur Diskussion weiter.

 

Rh Dierking bittet um Zurückstellung der Vorlage und begründet dies wie folgt: Im Jahr 2014 wurde eine Nutzungsvereinbarung für alle Turn- und Sporthallen auf Samtgemeindeebene geschlossen. In 2017 seien Gespräche über einige Punkte mit dem VFB Stolzenau geführt worden. Nach Rücksprache mit der Verwaltung sollte es hierbei zu einem neuen Entwurf der Verordnung kommen. Dies sei nicht abgeschlossen worden. Es sei den Vereinen zugesichert worden, dass zukünftige Entwürfe mit den Vorsitzenden abgestimmt werden. Rh Dierking betont, dass Vereine ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft seien. Die Vereine seien mit der Verordnung aus der Vorlage nicht einverstanden und auch die Politik könne dieser Fassung nicht zustimmen. Rh Dierking wünscht einen Austausch mit den Vereinsvertretern, bzw. schriftliche Stellungnahmen der Vereine an die Verwaltung mit Anregungen.

 

Rf Kuhlmann regt ebenfalls an, vorab mit den Vereinen zu sprechen, bis eine neue Nutzungsvereinbarung erlassen werden kann.

 

Herr Hoffmeyer empfiehlt als beratendes Mitglied, die Schließzeiten der Turnhallen in den Ferien zu überdenken. Die Ferienzeiten würden pro Jahr insgesamt knapp 3 Monate betragen. Dies sei eine lange Zeit, in der den Vereinen die Nutzung nicht gestattet sei. Die Vereine könnten die Sporthallen in den Ferien vielfältig nutzen. Die Regelung der Verordnung sei in dieser Form ein großer Einschnitt und könnte Spartenauflösungen zur Folge haben.

 

Rh Ziebolz spricht sich ebenfalls dafür aus, gemeinsam mit den Vereinen zu sprechen, da einige Punkte, auch aus der Fassung von 2014, seiner Meinung nach nicht zufriedenstellend sind.

 

Auch Rh Evers spricht sich für ein Gespräch zwischen Verwaltung und Vereinsvertretern aus, um bestimmte Handlungspflichten beider Seiten mit den Vereinen abstimmen zu können. Ggfs. müsse hier pro Halle geschaut werden, was möglich ist.

 

Rh Helmerking stimmt den Vorschlägen zwecks Vorgesprächen zwischen Verwaltung und Vereinen ebenfalls zu.

 

Frau Block nimmt von Seiten der Verwaltung Stellung und erklärt ausdrücklich, dass die Verwaltung nicht an der Wichtigkeit der Vereinsarbeit zweifle und es nicht die vermeintliche Absicht gewesen sei, das Ehrenamt zu schwächen. Das es schon eine derzeitige Verordnung aus 2014 gäbe, sei in der Vorlage leider nicht richtig zum Ausdruck gekommen. Man habe darum die Veränderungen zur alten Fassung in einer direkten Gegenüberstellung nachträglich verschickt. Der überwiegende Teil der vorherigen Nutzungsvereinbarung sei hierbei gleichgeblieben. Allgemein befänden sich die Turn- und Sporthallen in Trägerschaft der SG Mittelweser und demnach sollte es auch weiterhin eine einheitliche Nutzungsvereinbarung geben, welche für alle Nutzer und Einrichtungen der Samtgemeinde Mittelweser gilt. Verwaltungsseitig gestalte es sich in einigen Punkten schwierig, mit den Interessen aller Vereine auf einen Nenner zu kommen. Auch weil die SG Mittelweser die Möglichkeit haben müsse, der Bewirtschaftung der Sporthallen weiterhin nachzukommen. Man müsse die Interessen der Vereine und die Möglichkeiten der Verwaltung in der Verordnung zusammen bringen. Dies könne in einer öffentlichen Sitzung des SJS durchaus erfolgen.

 

Rh Dralle gibt weiter, dass sich die Vereine durch die Vorlage der Verwaltung nicht gehört fühlen. Generell solle man so eine Vereinbarung nicht über das Knie brechen, zumal die Turn- und Sporthallen bislang aufgrund der aktuellen Lage immer noch geschlossen seien und der Sport nur im Freien erlaubt sei.

 

Rh Schiller spricht sich für ein einheitliches Konzept aus. Demnach sollte die Verwaltung mit den Vereinsvorsitzenden sprechen und das Ergebnis dem Ausschuss unterbreiten. Es wurde geraten, dass Herr Hoffmeyer hierbei gut unterstützen könnte.

 

Frau Fischer bot sich ebenfalls zur Unterstützung an.

 

Der Beschlussvorschlag wurde entsprechend geändert und die Vorlage zurückgestellt.

 

 

Nachtrag seitens der Verwaltung:

Die Benutzungsordnung von 2014 wurde am 25.06. vom SJS-Ausschuss und am 01.07.2014 vom SGA der SG Mittelweser geändert beschlossen. Am 01.10.2014 hat der Rat der SG Mittelweser die neue Benutzungsordnung für die Sport- und Turnhallen der SG Mittelweser ungeändert und einstimmig beschlossen.

 

 


 

Beschluss: 

 

Der Ausschuss stellt die Vorlage mit einem Arbeitsauftrag an die Verwaltung zurück.

 

Der Sport- Jugend- und Seniorenausschuss beauftragt die Verwaltung, den Entwurf der Nutzungsvereinbarung an die Vereinsvorsitzenden mit der Bitte um schriftliche Stellungnahme zu schicken.

 

Es soll ein neuer Entwurf in den Ausschuss für Sport- Jugend und Senioren gegeben werden, der einen Konsens zwischen Vereins- und Verwaltungsinteresse darstellt. Dies soll in einer Arbeitsgruppe mit den Vereinen und Herrn Hoffmeyer vom Kreis Sport Bund als beratendes Mitglied des Sport- Jugend- und Seniorenausschusses erarbeitet werden.