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Auszug - Haushaltsplan 2021 - Teilbereich Tourismus  

Sitzung des Tourismusausschusses der Samtgemeinde Mittelweser
TOP: Ö 6
Gremium: Tourismusausschuss der Samtgemeinde Mittelweser Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Mo, 16.11.2020 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 18:50 Anlass: Sitzung
Raum: Grundschule Regenbogenschule Stolzenau
Ort: Hinterm Damme 5, 31592 Stolzenau
BV/2020/118 (10) Haushaltsplan 2021 - Teilbereich Tourismus
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage öffentlich
Federführend:Stabsstelle Gemeindeentwicklung Bearbeiter/-in: Voigts, Andreas
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 

 

Zu Beginn informiert die Verwaltung darüber, dass sich im Vergleich zur Sitzungsvorlage

noch einige Änderungen ergeben haben. Die als Anlage 2 beigefügte Aufstellung wird in der Sitzung verteilt und ist maßgeblich für die Beratungen.

 

Im Folgenden textlich aufgeführt sind die Teilbereiche, die diskutiert worden sind.

 

Bootshafen Stolzenau (3321x/4271001): Die Verwaltung berichtet, dass Einnahmen und Ausgaben hier nur grob geschätzt werden können. Zurzeit sind die Ausgaben deutlich höher als die Einnahmen geschätzt. Ziel muss aber selbstverständlich sein, dass sich dieses Verhältnis umkehrt.

 

Bewirtschaftung Wohnmobilstellplatz Stolzenau (4241): RH Dierking führt aus, dass diese Kosten (bes. Fäkalabfuhr durch Unternehmen, da kein Anschluss an die Kanalisation möglich ist) besonders hoch sind. Da störe es sehr, dass auch Wohnmobile, die nicht auf den Platz stehen, dort ihre Fäkalien entsorgen. Außerdem würde das auch in der Zeit passieren, in der der Stellplatz eigentlich geschlossen ist (Ende Herbstferien bis Ostern). Er schlägt vor, dass die Entsorgungsstation in dieser Zeit geschlossen wird.

RF Brüggemann – selbst Wohnmobilistin – ist der Auffassung, dass die Wohnmobilisten grundsätzlich nichts verkehrt machen, wenn sie ihre Fäkalien „ordnungsgemäß“ an Stationen entsorgen. Die Möglichkeit des kosdtenlosen Entsorgens sein Gang und Gäbe.

SG-Bgm Beckmeyer ist der Auffassung, dass man in der Winterzeit die Wohnmobile dort weiter dulden sollte, da auch im Winter (Restaurants, Supermärkte, Bäcker, etc.) Wertschöpfung betrieben wird.

 

Wanderwege 4212/4431: Ang. Voigts berichtet, dass die Kosten für die Machbarkeitsstudie (4431) um 4.000 € gekürzt werden können, da die Stadt Rehburg 50% der Kosten übernimmt.

Bei 4212 sollen nach Rücksprache mit dem Kämmerer 30.000 € als Anschubfinanzierung für das Projekt „Wanderwegsregion zwischen Mittelweser und Steinhuder Meer“ (Arbeitstitel) eingestellt werden. Für den am morgigen Tag stattfindenden Video-Workshop hat der Deutsche Wanderverband drei der vier Wanderwege in der Samtgemeinde begutachtet und wird (Telefonat von Herrn Voigts mit dem Wanderband am heutigen Tag) dieser Region gutes Potential zuschreiben.

Die 30.000 € sind dafür gedacht, die vorhandenen Wege im Sinne des Wanderverbandes zu optimieren und zwei neue Wege (Schinna/Stolzenau „rund ums Kloster…“ und Estorf „von der Weser zum Scheunenviertel“) zu planen. Dabei sollen ortskundige Ehrenamtler helfen. Für diese Ehrenamtlichen wird es noch 2 Workshops geben, die dann stattfinden, wenn es die aktuelle Lage zulässt. RH Dierking ist der Auffassung, dass das Aufgabe der Verwaltung ist. Sie soll unverzüglich mit den Planungen beginnen, auch um den Kiesabbauern aufzuzeigen, welche Wege nicht verschwinden dürfen. Vorsitzender Niemeyer ist der Auffassung, dass das nicht Aufgabe der Verwaltung sei. Auch Carsten Niemeyer ist der Auffassung, dass Ortskundige eingebunden werden müssen. SG-Bgm Beckmeyer erläutert, dass die Samtgemeinde die „machbaren Vorarbeiten“ durchführen wird und die Kiesunternehmen entsprechend unterrichtet.

Martin Fahrland berichtet, dass Wandern als Trendsport schon lange im Kommen ist. Individuelle Natursportaktivitäten wurden außerdem durch die Pandemie beflügelt. In diesem Jahr beobachteten nahezu alle Befragten aus etwa Tourist-Infos und Wandervereinen eine sehr hohe Frequentierung von Wanderwegen. Viele Menschen verbrachten ihren Sommerurlaub nicht in der Ferne, sondern der Heimat. Nach Ansicht der Verbände sei der Wander- und Outdoor-Trend nach wie vor ungebrochen. Rund 40 Millionen Deutsche wandern regelmäßig. Bereits im Jahr 2014 ermittelte der Deutsche Wanderveband in einer Studie, dass 69 Prozent der "deutschsprachigen Bevölkerung" aktive Wanderer seien. Allerdings insbesondere dann, wenn es eine angemessene Auswahl an Wegen gibt und diese eine vernünftige Infrastruktur (Tourist-Info, Gastronomie, Bänke, etc.) haben. Die Vermarktung wäre dann auch Aufgabe der Mittelweser-Touristik. Exakt der Bereich zwischen „Mittelweser und Steinhuder Meer“ würde sich im Gegensatz zu anderen Regionen sehr gut als Wanderregion eignen.

Der Ansatz an sich wird nicht infrage gestellt.

 

 


Beschluss:

 

Der Tourismusausschuss stimmt dem Haushaltsplan 2021 – Teilbereich Tourismus in der als Anlage 2 beigefügten Fassung zu.

 


 

Abstimmungsergebnis:

 

 7 Ja-Stimmen

 0 Nein-Stimmen

 0 Enthaltungen

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 2_HH (88 KB)