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Auszug - Lastbeschränkun Brücken  

Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Gemeinde Stolzenau
TOP: Ö 3.2
Gremium: Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Stolzenau Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 22.09.2016 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 19:35 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Rathaus Stolzenau
Ort: Am Markt 4, 31592 Stolzenau
 
Wortprotokoll

 

Die Verwaltung berichtet über einen Ortstermin bezüglich des Windparks Mensinghausen/Nendorf:

Am 20.09.2016 hat ein Ortstermin mit Firma Westwind und Firma Enercon,

sowie Herrn Schulte grbv, Herrn Siedenberg, Flecken Steyerberg, und der Verwaltung  stattgefunden.

 

Im Ortstermin ging es um die Tragfähigkeit der  Brücke 4.2 über den Sarninghäuser Meerbach. Laut Herrn Schulte ist die Brücke ca. 1968 gebaut worden. Laut Herrn Pohl werden weit über 1000 Transporte über die Brücke erfolgen. Alleine 40.000 -50.000 t Material werden für die 14 Windkraftstandorte benötigt.

 

Die Brücke ist zum Herstellungsdatum für andere Lasten gerechnet worden. Es gibt keine Bestandsunterlagen oder statische Berechnungen für den Brückentyp.

 

Eine nachträgliche Ermittlung der Tragfähigkeit ist nur schwierig möglich und nicht zerstörungsfrei an den Brücken durchzuführen.

 

Nach Beratung durch grbv und aus meiner Sicht sollte eine Lastbeschränkung der Brücke auf 24 t erfolgen.

Dies gilt auch für alle anderen Brücken in der Gemeinde Stolzenau die keine Gewichtsbeschränkung haben, obwohl zurzeit keine Einschränkungen für die Brücken vorliegen.

Die Maßnahme begründet sich durch den in den letzten Jahren  veränderten landwirtschaftlichen Verkehr mit immer größeren und schweren Fahrzeugen.

Es ist davon auszugehen das vor 40-50 Jahren die Brücken nicht für den heutigen Schwerlastverkehr (SLW 50) bemessen wurden. Der nicht bekannte Aufbau der Brücken, sowie die Bauart (Betongüte und fehlende Bewehrungspläne) und das bereits erhebliche Lebensalter der Brücken von ca. 50 Jahren veranlassen den Schritt, eine Beschilderung zur Absicherung  der Gemeinde Stolzenau vorzunehmen.

Eine generelle Gewichtsbeschränkung auf 24 t, sollte nach einer Betrachtung der einzelnen Brücken (evtl. auch geringere Last)  durch das Büro grbv erfolgen.

Die Beschilderung schützt die Gemeinde bei evtl. Unfällen, durch die Schwerlastfahrzeugen, vor Regressforderungen und ist erforderlich um bei entstandenen Schäden den Schadensverursacher in  Regress nehmen zu können. Bei weniger Schwerlastübergängen erhöht sich gleichzeitig die Lebenserwartung der Bauwerke und es kommt ggf. zu weniger Schäden.

 

In einer Diskussion wird nach dem Vorlesen des Sachverhaltes eine Sinnhaftigkeit der Beschilderung bezüglich der Zugänglichkeit und erforderlichen Umwegen für landwirtschaftliche Flächen geführt.

Aus Sicht der Verwaltung kann das nicht alleine das Problem der Gemeinde sein. Die Landwirte müssen auch die Fahrzeuge den vorhandenen Brücken anpassen und sind eigenverantwortlich im Handeln bei der Benutzung einer Brücke.

Die Gemeinde kann nicht dem veränderten landwirtschaftlichen Verkehr ausreichende Brücken zur Verfügung stellen.

Beigeordneter Rubel regt an, die Beschilderung der Brücken verständlich für den Verkehr zu machen, mit Angabe der Achsenlasten, die auf den Brücken zulässig sind. Die Verwaltung wird dies an das Büro herantragen, weist jedoch darauf hin, dass die Beschilderung gemäß Vorschriften erfolgen muss.